
Die Cultiva HANFEXPO ist Österreichs älteste und größte Hanfmesse. Ihre Geschichte beginnt 2008, als rund 80 Aussteller in die Eventpyramide im niederösterreichischen Vösendorf kamen. Heute findet sie jedes Jahr im Oktober in der Marx Halle in Wien statt, einer denkmalgeschützten Halle aus dem 19. Jahrhundert. Nach Veranstalterangaben kommen rund 13.000 Besucherinnen und Besucher zu über 120 Ausstellern auf etwa 10.000 Quadratmetern.
Was dich auf der Messe erwartet
Der Schwerpunkt der Cultiva liegt auf Anbau und Pflanzenkunde und ist somit bei Grower:innen besonders beliebt. Growshops, Genetik, Indoor-Technik, Dünger und Substrate bestimmen die Hallen. Daneben gibt es Bereiche für CBD-Produkte, Hanf-Lebensmittel, Naturkosmetik, Hanftextilien und Bioprodukte, die Messe deckt also die ganze Bandbreite der Pflanze ab und nicht nur den Konsum.
Zur Messe gehört ein eigener Kongress mit internationalen Referentinnen und Referenten, dazu ein Outdoor-Festival vor der Halle. Besonderheiten im Programm sind eine Glasbläser-Show, bei der Bongs und Pfeifen live entstehen, und ein Joint-Rolling-Contest, wobei letzteres auch immer häufiger auf anderen Veranstaltungen dieser Art zu finden ist. Eine Patientenlounge bietet Raum für Fragen rund um medizinische Anwendung, wo sich Interessierte erstmals informieren oder ihr bestehendes Wissen ausbauen können.
Warum Österreich einen anderen Blick bietet
Die Cultiva ist älter als die Legalisierungsdebatte in Deutschland und hat ihre Themen über fast zwei Jahrzehnte entwickelt. In Österreich gelten andere Regeln: Der Verkauf von Stecklingen und Samen ist dort seit Langem etabliert, solange die Pflanzen nicht zur Blüte gebracht werden. Das prägt die Ausstellung spürbar, weil Genetik und Jungpflanzen einen größeren Raum einnehmen als auf deutschen Messen.
Gleichzeitig ist der Umgang mit dem Konsum restriktiver als in Deutschland. Wer anreist, sollte sich vorher mit der österreichischen Rechtslage vertraut machen und nicht davon ausgehen, dass dort gilt, was seit April 2024 in Deutschland erlaubt ist.
Für wen sich der Besuch lohnt
Für Grower ist die Cultiva die dichteste Fachmesse im deutschsprachigen Raum. Nirgends sonst findest du so konzentriert Technik, Genetik und Beratung zum Eigenanbau. Auch wer sich für Hanf jenseits des Rauchens interessiert, also für Textilien, Lebensmittel oder Kosmetik, wird hier eher fündig als auf deutschen Messen. Für Besucherinnen und Besucher aus Süddeutschland und Bayern ist Wien oft näher als Berlin, und die Messe lässt sich gut mit ein paar Tagen in der Stadt verbinden.
Seit 2026 gibt es die Cultiva auch als zweite Ausgabe in München. Die Wiener Messe im Oktober bleibt aber die größere und ältere der beiden.
Praktisches für deinen Besuch
Die Marx Halle liegt in der Karl-Farkas-Gasse 19 im dritten Wiener Gemeindebezirk und ist mit der U-Bahn gut erreichbar. Die Messe läuft über drei Tage, in der Regel von Freitag bis Sonntag. Es gibt Tages- und Dreitagestickets, der Vorverkauf online ist günstiger als die Tageskasse. Beachte, dass in Österreich andere rechtliche Regeln gelten als in Deutschland.
Eine Erfahrung vor Ort können wir dir hier nicht bieten, wir waren bislang nicht auf der Cultiva. Alle Angaben auf dieser Seite stammen vom Veranstalter und aus öffentlichen Quellen.

