Die Unterschiedlichen Arten von Vapes erklärt

Einweg-Vape: Auspacken, einschalten, ziehen
Am einfachsten kann man in den Genuss eines Vapes kommen, indem man die Einweg-Variante nutzt. Sie sind nicht nur vergleichsweise günstig, sondern auch besonders bequem, da sie direkt nach dem Auspacken einsatzbereit sind. Akku, Heizelement und Liquid sind fest verbaut und das Prinzip kennen wir auch bereits von Einweg-Vapes für Nikotin, die man mittlerweile in fast jedem Kiosk um die Ecke kaufen kann. Es gibt nichts aufzuladen oder nachzufüllen, nichts muss zusammengesteckt werden und es kann direkt mit dem Verdampfen losgelegt werden. Sobald der Inhalt aufgebraucht ist, hat der Vape sein Lebensende erreicht und kann entsorgt werden. Dadurch eignet sich diese Art von Cannabis Vapes besonders gut zum Ausprobieren oder für solche, die nur gelegentlich konsumieren, zum Beispiel auf Festivals, Reisen oder einem Abend mit Freunden. Wer nicht weiß, ob einem das Verdampfen von Cannabis-Extrakten überhaupt liegt, muss so keine größere Investition tätigen, um die Antwort darauf zu finden.
Es gibt jedoch auch ein paar Nachteile, die einem dabei bewusst sein sollten. Geht es um eine regelmäßige Nutzung, sind Einweg-Vapes auf Dauer teurer als Pens mit Wechselkartuschen. Hinzu kommt die Umweltbelastung, denn in jedem Gerät steckt ein Lithium-Akku, der nicht einfach im Restmüll landen darf. Vom Verpackungsmüll noch ganz zu schweigen. Wer regelmäßig verdampft, ist mit einem wiederverwendbaren Gerät daher besser beraten.
Dennoch ist es nicht von der Hand zu weisen, dass Einweg-Vapes sich auch gut eignen, um neue Wirkstoffe zu probieren. Der freie Vertrieb von THC-haltigen Produkten ist in Deutschland immer noch stark reguliert, sodass nur ein maximaler Wirkstoffgehalt von 0,3 % vorliegen darf. Menschen, die nach psychoaktiven Effekten aus sind, können daher nicht, wie beispielsweise in einigen Bundesstaaten der USA, einen Einweg-Vape mit einem THC-Liquid kaufen. Wer genau nach so einem Erlebnis sucht, muss auf andere Wirkstoffe der Cannabispflanze zurückgreifen, oder synthetisch hergestellte Alternativen nutzen. Beispiele dafür wären ein THCP Vape oder auch DNT-9 Vapes, die man in Fachgeschäften oder online kaufen kann. Marken wie Loom, Sheesh, ACAN oder Onlygrams sind gute erste Anhaltspunkte, um sich mit dem Thema näher zu befassen. Wer seit dem Verbot von HHC eine Alternative sucht, sollte besonders die Cannabis Vapes von Terp Ninjas im Blick haben. Der Shop vertreibt Einweg-Vapes, die mit legalen Abwandlungen des Stoffes arbeiten und als Alternative für die hierzulande THC-Vapes genutzt werden.

Vape-Pen: Die wiederverwendbare Lösung für unterwegs
Im Gegensatz zum Einweg-Vape ist ein Vape-Pen langlebiger, da er einen wiederaufladbaren Akku besitzt und die mit Extrakten oder Öl befüllte Kartusche bei Bedarf ausgetauscht werden kann. Der Akku erhitzt eine kleine Heizspirale, die dazu führt, dass das Liquid zu verdampfen beginnt. Zum Inhalieren genügt es dann, dass man am Mundstück zieht und einatmet. Hin und wieder gibt es allerdings auch Modelle, bei denen parallel noch ein eine Taste gedrückt werden muss, um die Inhalations des Dampfes zu ermöglichen.
Der größte Vorteil liegt, ähnlich wie zuvor schon genannt, in der einfachen Bequemlichkeit bei der Nutzung. Es muss kein Weed gecrusht und in die Heizkammer gestopft werden, und die Geräte sind in der Regel so klein, dass sie einfach in jede Hosentasche passen.
Auch hier gibt es jedoch Nachteile. Die Temperatur lässt sich bei den meisten Modellen nur grob oder gar nicht steuern, und der Dampf fällt je nach Liquid sehr unterschiedlich aus. Ein Vape-Pen eignet sich daher vor allem für alle, die unkompliziert und diskret konsumieren möchten.

Dry-Herb-Vaporizer: Für alle, die weiterhin Blüten zerkleinern
Der Dry-Herb-Vaporizer ist in erster Linie für die klassische Variante der Einnahme mit Cannabisblüten gedacht. Diese werden zerkleinert, in eine Heizkammer gefüllt und auf die gewünschte Temperatur erhitzt. Dabei kommen zwei Heiztechniken zum Einsatz, beziehungsweise ist auch eine hybride Lösung möglich. Bei der Konduktionmethode berührt das Kraut direkt die heiße Wand des Heizofens und dabei breitet sich die Hitze immer weiter in die Mitte aus. Bei der Konvektionsmethode wird heiße Luft durch die Kammer gepustet, was einen Dampf entstehen lässt, in dem sich die Wirkstoffe zum Inhalieren befinden. Hybridgeräte kombinieren beide Methoden und liefern in der Regel einen dichten Dampf und einen länger andauernden Geschmack ohne verbranntes Aroma.
Der große Vorteil liegt in der Kontrolle. Die Heiztemperatur der Geräte lässt sich genau einstellen, sodass ihr selbst bestimmen könnt, ob der Fokus auf dem Geschmack oder auf kräftigem Dampf liegt. Besonders günstige Geräte haben diese Funktion meist nicht im vollen Umfang, aber man hat hier dann häufig die Auswahl zwischen drei bis fünf unterschiedlichen Temperaturstufen.
Auf der anderen Seite ist der Einstieg etwas aufwendiger. Ihr braucht einen Grinder, müsst die Kammer befüllen und das Gerät hin und wieder (gründlich) reinigen. Auch die Anschaffungskosten liegen höher als bei Pen oder Einweg-Vape. Besonders wenn man besonderen Wert auf Dampfqualität legt, die gerne auch ihren Preis hat. Dafür halten gute Geräte viele Jahre und rentieren sich im Laufe der Zeit immer mehr.
Wer sich für einen Dry-Herb-Vaporizer entscheidet, findet beispielsweise bei diesen Herstellern ein qualitativ starkes Sortiment:
- Hizen: Die Marke bietet ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Sei es mit der Stilus Reihe, die mit dem Stilus Mini einen relativ günstigen Einstieg ermöglicht, oder mit dem Stilus Pro beziehungsweise Pro Max, für mehr Steuerungsmöglichkeiten. Der Convectum gilt dabei als Flagschiffmodell der Marke.
- Storz & Bickel: Der Hersteller aus Tuttlingen gilt seit Anfang der 2000er Jahre auf dem Gebiet als Pionier. Sowohl der VOLCANO Tisch-Vaporizer als auch die tragbaren Verdampfer wie dem Mighty+ und dem neuesten VENTY gelten als absolute Top Performer, die allerdings auch ihren Preis haben. Dafür ist die Dampfqualität ungeschlagen.
- Wolkenkraft: Der ÄRiS und der ÄRiS Ultra setzen auf Konvektion und eine hochwertige Verarbeitung. Besonders für Einsteiger:innen und medizinische Nutzer:innen, die einen sanften Dampf bevorzugen, sind sie eine gute Wahl. Für Profis sind die Modelle zuverlässige Begleiter und starke Zweitgeräte.

Wenn ihr die Modelle besser kennenlernen möchtet, könnt ihr bei unseren Produkttests vorbeischauen und euch selbst ein Bild machen. Außerdem könnt ihr auch die Verdampfer miteinander vergleichen, um so den besten Dry-Herb-Vaporizer für euch zu finden.
Warum Cannabis überhaupt verdampfen statt verbrennen?
Genauso wie es bei Tabak der Fall ist, ist auch das Verbrennen von Cannabis schädlich für die Lunge. Dabei werden Schadstoffe wie beispielsweise Teer, Kohlenmonoxid, Ammoniak, Benzol oder Blausäure freigesetzt, die das Risiko einer Bronchitis sowie weiterer Atemwegserkrankungen erhöhen und die zudem krebserregend sind.
Cannabis Vapes schaffen Abhilfe, indem sie das Material nur so weit erhitzen, dass die wichtigen Wirkstoffe sich lösen, ohne dabei die schädlichen Nebenprodukte zu erzeugen, die bei einem Joint, einer Bong oder Pfeife entstehen. Die drei Vape-Arten gehen dabei grundverschieden vor. Vape-Pen und Einweg-Vape arbeiten mit Liquids, Ölen oder Extrakten. Der Dry-Herb-Vaporizer verdampft dagegen klassische Blüten und kann meist mit Zubehör so präpariert werden, dass er auch Öle und Extrakte verdampfen kann.
Trotzdem ist es wichtig, sich bewusst zu sein, dass auch der Konsum mit Vapes die Gesundheit schädigen kann und somit keine risikofreie Art des Konsums von Cannabis ist. Für Menschen, die in ihrer Freizeit regelmäßig Cannabis konsumieren, und Patient:innen, die medizinisches Cannabis einnehmen müssen, ist die Nutzung von Vapes dennoch spannend, da sie nicht nur schonender ist, sondern auch noch weitere Vorteile gegenüber dem Verbrennen bringt.
Welche Art von Cannabis Vape ist für mich richtig?
Zusammengefasst decken die drei Vape-Arten unterschiedliche Bedürfnisse ab, die sich folgendermaßen beschreiben lassen:
- Einweg-Vape: Die einfachste Lösung zum Ausprobieren oder für unterwegs, dafür auf Dauer teurer und weniger nachhaltig. Auch besonders geeignet, um neue Wirkstoffe für sich selbst zu testen.
- Vape-Pen: Unkompliziert, diskret und wiederverwendbar. Ideal für alle, die im Alltag schnell und ohne Aufwand verdampfen möchten und trotzdem Wert auf ein langanhaltendes Produkt legen.
- Dry-Herb-Vaporizer: Die beste Wahl für alle, die klassische Blüten verdampfen und Temperatur sowie Dampfqualität selbst steuern möchten. Kosten in der Regel mehr als andere Vapes, sind dafür aber darauf ausgelegt mehrere Jahre zu halten, vorausgesetzt, die Geräte werden gut gepflegt.
Wer erst einmal wissen will, ob das Verdampfen etwas für einen ist oder zu besonderen Anlässen mal etwas inhalieren möchte, greift am besten zu einem Einweg-Vape. Wer häufiger konsumiert und Wert auf Kontrolle legt, sollte sich einen Vape-Pen und besonders auch Dry-Herb-Vaporizer anschauen.
Wichtig zu wissen: Rechtslage im Blick behalten
Cannabis Vapes sind ausschließlich für Erwachsene bestimmt. Außerdem ist die Rechtslage bei Vapes mit neuartigen oder halbsynthetischen Cannabinoiden in Deutschland immer wieder in Bewegung. Informiert euch daher vor dem Kauf über den aktuellen Stand. Zwar kann dieser häufig auch schon in den Shops selbst eingesehen werden, wie zum Beispiel unter den FAQs. Allerdings schadet es auch nicht, nochmal auf offizielle Informationen vom Gesetzgeber zurückzugreifen und sich darüber zur Rechtslage zu informieren.
Zum Schluss ist es auch wichtig, dass die Shops und Hersteller mit Laborberichten zu den Inhaltsstoffen ihrer Produkte vorweisen können. Seriöse Shops stellen diese auf ihrer Seite bereit, um Transparenz und Sicherheit zu schaffen. Das ist wichtig, denn leider gibt es auch immer wieder Negativbeispiele, bei denen nicht einsehbar und sichergestellt ist, dass auch das in der Kartusche ist, was auch auf der Verpackung steht. Leider wird dieser Umstand noch anhalten, wenn der freie Vertrieb von THC-Vapes an Erwachsene in Deutschland weiterhin verboten bleibt. Dadurch fehlt die Möglichkeit eines festgelegten Qualitätsstandards und es bleibt nur zu hoffen, dass die Gesetzgebung in diesem Fall nicht so lange brauchen wird wie für die ursprüngliche Legalisierung.





