Vape statt Blättchen: G2 Vape von Gizeh

Was du wissen musst: Gizeh G2 Vape
Der G2 Vape kam 2025 auf den Markt und kostet im offiziellen Store 79 Euro. Damit positioniert sich Gizeh deutlich unter vielen etablierten Vaporizer-Marken wie Arizer, Hizen oder Norddampf, bei denen die Einstiegsmodelle meist erst bei 85 bis 100 Euro beginnen. Für diesen Preis erhält man neben dem eigentlichen Vape folgende Utensilien im Lieferumfang: eine Reinigungsbürste, einen Stopfer, ein USB-C-Ladekabel, drei Ersatzsiebe für die Kammer, drei Ersatzsiebe für das Mundstück sowie eine Bedienungsanleitung.
Damit sind zumindest die essentiellen Zubehörteile sowie Verschleißteile von Beginn an dabei. Mehr als das gibt es allerdings auch nicht. Manche Hersteller geben noch Dosierkapseln oder weitere Mundstücke mit, die hier vermisst werden. Das ist bei dem geringen Preis allerdings nicht verwunderlich.
Beim G2 Vape handelt es sich um ein sehr kompaktes Gerät, das einige auch an einen Vape von PAX erinnern mag. Der Vape selbst ähnelt optisch sehr dem G PEN Dash Vaporizer. Beide Geräte haben ähnliche Maße und das magnetische Mundstück als auch die Haupttaste sehen sehr ähnlich aus. Beide Modelle haben auch die gleichen Temperatureinstellungen (190°, 205° und 220°) und eine Edelstahlkammer. Vermutlich handelt es sich also beim G2 Vape um ein Modell von G Pen, das für den deutschen Markt von Gizeh in leicht veränderter Form verkauft wird.

Verarbeitung und Materialqualität
Auf den ersten Blick macht der G2 Vape von Gizeh optisch einen guten Eindruck: gut verarbeitet und ohne sichtbare Mängel. Als Material für die Außenhülle kommt Plastik zum Einsatz, was für die Preisklasse solide aussieht, dafür allerdings auch anfälliger für Kratzer sein wird. Dass auf Plastik statt Metall gesetzt wird, ergibt beim niedrigen Preis durchaus Sinn.
Bei der Nutzung zeigte sich bei unserem Testgerät allerdings ein deutliches Manko. Häufiger verklemmte sich die Haupttaste, sodass sich der Vape zeitweise nicht mehr richtig bedienen ließ. Zusätzlich scheint im Inneren unseres Testexemplars etwas lose zu sein, was beim Schütteln des Geräts deutlich zu hören ist. Solche Mängel trüben den sonsten soliden ersten Eindruck erheblich. Vor allem deshalb, da der Verarbeitungsfehler einen direkten Einfluss auf die Nutzung des Vaporizers hat.
Bewertung Verarbeitung und Materialqualität: 2 von 5 Punkten
Bedienung und Alltagstauglichkeit
Bedient wird der G2 Vape ausschließlich über die bereits erwähnte Haupttaste. Fünfmaliges Drücken schaltet das Gerät ein und aus, dreimaliges Drücken wechselt die Temperaturstufe, und gedrückt halten pausiert bei Bedarf den Heizvorgang. Das Konzept, einen Vaporizer über nur eine einzige Taste zu steuern, ist grundsätzlich nicht neu. Jedoch wird dem G2 in unserem Test aber genau das zum Verhängnis. Durch die bereits erwähnte Verklemmung der Taste konnten wir zwischendurch weder die Temperatur ändern noch das Gerät ausschalten. Erst nachdem sich die Verklemmung wieder gelöst hatte, ließ sich der Vape erneut normal bedienen. Beim wiederholten Drücken der Taste verklemmte sich diese immer wieder mal und macht den Vape in seiner Bedienung nicht vollständig zuverlässig.
Auf der Haupttaste befinden sich drei LED-Lichter, die neben dem Akkustand auch den Status des Heizvorgangs sowie die aktuelle Temperatur anzeigen. Bei unserem Testgerät funktionierte das zumindest ohne Fehler. Etwas verwirrend fanden wir allerdings die Farblogik: Die drei Temperaturstufen leuchten während des Heizvorgangs in unterschiedlichen Farben – Blau (190°), Grün (205°) und zuletzt Rot (220°) .Sobald die Zieltemperatur jedoch erreicht ist, leuchten die LEDs einheitlich Weiß. Aus unserer Sicht würde die umgekehrte Lösung mehr Sinn ergeben, sodass die Farbe gerade dann Auskunft über die Stufe gibt, wenn man tatsächlich gerade dampft. Das ist vor allem auch dann eine fragwürdige Designentscheidung, wenn bedenkt, dass das weitere Aufheizen auf die nächste Temperaturstufe in etwa nur 5 Sekunden dauert.

Positiv fällt dagegen die Aufheizzeit auf: Nach rund 20 Sekunden erreicht der G2 Vape bereits 190 °C, für jede weitere Stufe braucht es nur etwa 5 Sekunden zusätzlich. Das ist ein sehr guter Wert, der sich auch gegenüber deutlich teureren Modellen behaupten kann.
Bewertung Bedienung und Alltagstauglichkeit: 2 von 5 Punkten
Dampfqualität
Die verbaute Heizkammer aus Edelstahl sorgt dafür, dass das Aroma der Kräuter neutral wiedergegeben wird. Pro Ladung finden in etwa 0,1 Gramm darin Platz. Die Konduktionsheizung erzeugt einen recht dichten Dampf, allerdings braucht es nach Erreichen der Zieltemperatur noch etwas Zeit, bis sich dieser vollständig entfaltet. Sobald es soweit ist, schmecken die Kräuter jedoch bereits leicht verbrannt. Das passiert zudem vergleichsweise schnell, nämlich bereits nach knapp anderthalb Minuten. An dieser Stelle hätten wir uns gewünscht, dass der Umschlag zum verbrannten Geschmack deutlich später eintritt, sodass man noch mehr vom originalen Aroma des genutzten Krauts mit vollem Dampf genießen kann.
Bewertung Dampfqualität: 3 von 5 Punkten
Preis-Leistungs-Verhältnis
Für 79 Euro erhält man mit dem G2 Vape von Gizeh eines der günstigsten Vaporizer für Cannabis auf dem Markt. Dafür liefert das Gerät grundsätzlich ein solides Dampferlebnis, das vor allem für Einsteiger:innen interessant sein dürfte, die zunächst unkompliziert austesten möchten, ob das Verdampfen für sie überhaupt infrage kommt.
Allerdings wies unser Testexemplar Mängel auf, die einen direkten Einfluss auf die Bedienung hatten und das Gerät zwischendurch schlicht unsteuerbar machten. Für uns ist das ein ernstzunehmendes Problem, das auch der sehr geringe Preis nicht vollständig rechtfertigt. Ein Vaporizer, der sich im Alltag nicht zuverlässig bedienen lässt, verliert einen großen Teil seines Nutzens und unabhängig davon, wie günstig er ist.
Bewertung Preis-Leistung: Lohnt sich nicht als Hauptgerät.
Unser Fazit: Gizeh G2 Vape
Mit insgesamt 7 von 15 möglichen Punkten zeigt der G2 Vape von Gizeh ein zwiespältiges Bild. Positiv hervorzuheben sind der günstige Preis, das umfangreiche Zubehörpaket und die beeindruckend kurze Aufheizzeit. Auch die Dampfqualität geht für die Preisklasse grundsätzlich in Ordnung, auch wenn der Geschmack schon nach kurzer Zeit ins Verbrannte kippt.
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Der entscheidende Wermutstropfen ist jedoch die Verarbeitung: Die wiederholte Verklemmung der Haupttaste sowie lose Teile im Inneren unseres Testgeräts sind Mängel, die die gesamte Bedienbarkeit infrage stellen. Ob es sich dabei um ein Einzelexemplar oder ein grundsätzliches Problem der Serie handelt, können wir aus unserem Test nicht abschließend beurteilen. Empfehlen würden wir aber in jedem Fall, das Gerät nach dem Kauf gründlich zu testen und bei ähnlichen Problemen vom Rückgaberecht Gebrauch zu machen.
Sofern die Haupttaste einwandfrei funktioniert, eignet sich der G2 Vape durchaus als erster Vaporizer für Einsteiger:innen oder als günstiges Zweitgerät für erfahrenere Nutzer:innen. Wer jedoch auf Nummer sicher gehen möchte, sollte angesichts der bei uns aufgetretenen Mängel eher zu etablierteren Modellen wie dem Hizen Stilus Pro oder dem Norddampf Voity greifen.
Das gefällt uns
- Einer der günstigsten Vaporizer für Cannabis auf dem Markt
- Sehr schnelle Aufheizzeit von nur rund 20 Sekunden
- Neutrale Aromawiedergabe dank Edelstahl-Heizkammer
- Sehr kompaktes Format
Das stört uns
- Schlechte Verarbeitung der Haupttaste
- Vergleichsweise schnell verbrannter Geschmack
- Temperatur Anzeige nicht ganz intuitiv





