Wolkenkraft Äris Ultra - Lohnt sich das Upgrade?

Auf den ersten Blick unterscheidet sich der ÄRiS Ultra kaum vom ÄRiS. Einzig der Metallring am Eingang für das Mundstück und der neuere USB-C-Anschluss sind auf dem ersten Blick neu. Ginge man nur danach, wäre der Aufpreis zum ÄRiS nicht gerechtfertigt. Es gibt jedoch auch ein paar Neuerungen im Innern des Vaporizers, auf die sich ein Blick lohnt.
Was du wissen musst: ÄRiS Ultra
Der ÄRiS Ultra von Wolkenkraft befindet sich preislich in einem heiß umkämpften Marktsegment, in dem er sich gegen starke Konkurrenten wie den Stilus Pro beziehungsweise Pro Max von Hizen oder den Relict Vaporizer von Norddampf behaupten muss. Wie auch schon beim ÄRiS soll das mit einer hochwertigen Verarbeitung, einfacher Reinigung, präziser Temperaturregelung zwischen 100 °C und 220 °C, einer schnellen Aufheizzeit und einem besonders leistungsstarken Akku gelingen. Neu dazugekommen ist die Heizkammer aus Titan, die für eine noch höhere Langlebigkeit und eine geschmacksneutrale Weitergabe der Aromen sorgen soll. Außerdem ist nun ein USB-C-Anschluss verbaut statt wie zuvor nur ein Micro-USB-Anschluss.
Im Lieferumfang enthalten ist neben dem Hauptgerät und dem dazugehörigen Mundstück aus Glas noch ein Ladekabel, Reinigungsbürsten, Gummiaufsatz für das Mundstück, zwei Dosierkapseln inklusive Aufbewahrungsmöglichkeit für unterwegs und ein Ersatzsieb. Das ist grundsätzlich alles, was man benötigt und bei einem Premiumgerät zu erwarten ist.

Auf den ersten Blick macht der ÄRiS Ultra einen guten Eindruck. Die Verarbeitung des Geräts ist sehr hochwertig und auch das mitgelieferte Zubehör bietet beispielsweise mit der Aufbewahrungsmöglichkeit für die Dosierkapseln als Schlüsselanhänger ein Extra, das vor allem der medizinischen Nutzung helfen soll. Patienten können so ihre Medizin flexibel mit sich tragen, wenn sie unterwegs sind. Bis hierhin kann man sagen, dass Wolkenkraft sein Versprechen nach einem Premium-Erlebnis hält. Als nächstes schauen wir uns den Verdampfer genauer an und beurteilen, wie gut er sich im Alltag schlägt.
Dampfqualität
Bisher hat Wolkenkraft immer eine Konvektionsheizung in seine Modelle verbaut, und beim ÄRiS Ultra ist das ebenfalls der Fall. Das ist zwar positiv für die Entfaltung der Kräuteraromen, wer allerdings gerade vom Joint auf einen Vaporizer umsteigt, wird erfahrungsgemäß den deutlich dünneren Dampf gewöhnungsbedürftig finden. Gewiss ist der Dampf mit einer Konduktionsheizung im Vergleich zum Joint oder der Bong ebenfalls deutlich weniger dicht, doch ist der Unterschied weniger groß als bei der Konvektionsmethode. Daher eignet sich der ÄRiS Ultra vor allem für alle, die zum ersten Mal möglichst sanft Cannabis genießen möchten oder diejenigen, die es aus medizinischen Gründen einnehmen.
Bei unseren Testläufen hat sich gezeigt, dass der Dampf bei Temperaturen zwischen 180 und 210 °C die Aromen der Kräuter gut wiedergeben kann. Selbst bei der maximalen Temperatur von 220 °C ist der Geschmack noch akzeptabel, wenngleich es hin und wieder auch schon etwas verbrannt schmecken könnte. Im Vergleich zu Kombilösungen wie die patentierte Lösung der Konkurrenz hinkt die Aromaintesität allerdings weiterhin hinterher, da durch den weniger dichten Dampf auch weniger vom Übertragungsmedium vorhanden ist. Der Zugwiderstand ist angenehm moderat, wobei dieser natürlich von der Menge der Kräuter und wie sehr diese gestopft sind beeinflusst werden kann.
Insgesamt bietet der ÄRiS Ultra in unseren Augen bei der Dampfqualität eine solide Leistung, für diejenigen mit einer Vorliebe für sanften Genuss und die keine Probleme mit einem weniger dichten Dampf haben.
Bewertung Dampfqualität: 3 von 5 Punkten
Verarbeitung und Materialqualität
Das Gehäuse des ÄRiS Ultra besteht aus robustem Metall mit einer rechteckigen Form und abgerundeten Kanten, was dem Gerät eine hochwertige Haptik verleiht. In diesem Punkt unterscheidet sich der ÄRiS Ultra nicht von seinem Vorgänger. Einzig der Metallring um den Eingang für das Mundstück ist neu und hebt ihn optisch noch einmal etwas hervor. Neu im Innern ist die Heizkammer aus Titan, die im Vergleich zum Vorgängermodell langlebiger sein soll und zur Geschmacksneutralität beiträgt. Wie beim ÄRiS ist auch hier wieder der magnetische Deckel dabei, der nicht nur schick ist, sondern auch die Nutzung im Alltag erleichtert. Das Mundstück ist aus hochwertig verarbeitetem Glas.
Insgesamt macht der ÄRiS Ultra also einen hochwertigen Eindruck durch die Kombination von robusten Materialien, feiner Verarbeitung und einem schicken Design. Unsichtbare Neuerungen im Innern sind sinnvoll und tragen positiv zum Dampferlebnis bei.
Bewertung Verarbeitung und Materialqualität: 5 von 5 Punkten
Bedienung und Alltagstauglichkeit
Die vom Vorgänger bereits bekannte Bedienung über drei verschiedene Tasten, den Power-Button sowie jeweils eine Höher- und Tiefer-Taste, bleibt bestehen. Das Druckgefühl ist angenehm, mit einem moderaten Widerstand. Über das Display kann die aktuelle Temperatur, Sessionzeit und der Batteriestand eingesehen werden. In dieser Hinsicht bietet der ÄRiS Ultra alles, was man braucht.
Bis 180 °C braucht der Vaporizer etwa 24 Sekunden, was ein Spitzenwert ist – auch in höheren Preisklassen. Damit kann schnell zwischendurch eine Session eingeschoben werden und die kompakte Größe ermöglicht neben Flexibilität auch eine gewisse Diskretion im Alltag. Eine volle Akkuladung reicht für rund 13 Sessions mit jeweils fünf Minuten Dauer, was für die meisten völlig ausreichend ist. Bei mehrmaliger täglicher Nutzung kann es auch schon mal zwei bis drei Tage dauern, bis das Gerät geladen werden muss. Dabei ist besonders positiv anzumerken, dass der ÄRiS Ultra auch genutzt werden kann, während er an der Steckdose angeschlossen ist. Mit dem USB-C Ladekabel ist eine zügige Ladezeit von ca. 40 Minuten möglich. Das gibt es so auf dem Markt nur selten.
Bei der Nutzung sei jedoch angemerkt, dass das Glasmundstück bei der Höchsttemperatur und besonders intensiven sowie tiefen Zügen spürbar wärmer wird. Damit haben allerdings die meisten Vaporizer zu kämpfen, die relativ kleine Dimensionen haben. Ein Beispiel dafür wäre zum Beispiel der Hizen Stilus Mini.
Die Reinigung ist durch das Easy Care Airpath (ECA) System gut gelöst. Wie auch zuvor beim ÄRiS befindet sich auf der Unterseite des Verdampfers ein Metallstab, mit dem man durch den Luftkanal hindurch an den Boden der Heizkammer gelangt und diesen mit ein wenig Kraft herausdrücken kann. Es erlaubt eine einfache und gründliche Reinigung der Kräuterkammer und des Belüftungskanals. Somit sind alle Verschleißteile gut zugänglich und können bei Bedarf schnell ausgetauscht werden.

Die Bedienung und die Alltagstauglichkeit des ÄRiS Ultra von Wolkenkraft ist wirklich hervorragend, wenn auch ein paar kleine formbedingte Defizite vorhanden sind.
Bewertung Bedienung und Alltagstauglichkeit: 6 von 7 Punkten
Preis-Leistungs-Verhältnis
Mit einem UVP von 159 € positioniert sich der Wolkenkraft Äris Ultra im Mittelklasse-Segment. Die erreichten 13 von 17 möglichen Punkten spiegeln eine solide Leistung wider, die für diese Preisklasse angemessen ist. Die Upgrades gegenüber dem Vorgängermodell, wie die Titankammer, der erweiterte Temperaturbereich, das schnellere Laden und die Nutzung während des Ladens, rechtfertigen den moderaten Aufpreis von etwa 40 €. Allerdings gilt das mehr für diejenigen, die mit dem Vorgänger bereits Erfahrung gemacht haben und diejenigen, die von einer anderen Marke gerade umsteigen möchten. Für Neulinge ist der ÄRiS preislich als Einstieg die deutlich vernünftigere Option. Die Unterschiede zum Ultra sind in diesem Fall von geringerer Bedeutung.
Das umfangreiche Zubehörpaket und die gute Verarbeitung steigern den wahrgenommenen Wert zusätzlich. Die Dampfqualität ist für den Preis akzeptabel, wenn auch nicht herausragend. Wer eher Wert auf ein robustes, gut verarbeitetes Gerät mit einfacher Bedienung und flexiblen Einstellungen legt, hat mit dem Äris Ultra ein gutes Gesamtpaket.
Bewertung Preis-Leistung: Lohnt sich
Unser Fazit: Wolkenkraft ÄRiS Ultra
Der Wolkenkraft ÄRiS Ultra ist ein gut verarbeitetes, alltagstaugliches Gerät mit solider Dampfqualität. Die Ausstattung und Bedienung sind durchdacht, das Zubehör umfangreich. Für den Preis von 159 € erhält man einen zuverlässigen Vaporizer, der vor allem durch seine robuste Bauweise und praktische Features überzeugt, ohne in der Dampfqualität Spitzenwerte zu erreichen. Damit ist er eine empfehlenswerte Wahl für diejenigen, die ein ausgewogenes Mittelklassegerät suchen, das im Alltag unkompliziert funktioniert und mit einigen Premium-Features aufwarten kann.
Soll man nun lieber zum ÄRiS für 119 € oder zum ÄRiS Ultra greifen und 30 € mehr bezahlen? Der ÄRiS ist ein grundsolides Vaporizer der auch in 2026 noch ein Top Gerät ist und wird für viele auch vollkommen ausreichend sein. Besonders für Menschen, die Cannabis medizinisch einnehmen oder es zum ersten Mal probieren. Wer allerdings regelmäßig einen Vaporizer nutzen möchte, sollte den Aufpreis in Kauf nehmen. Nicht nur weil das Gerät durch den USB-C-Anschluss zukunftssicherer ist, auch mit der neuen Heizkammer aus Titan hat der ÄRiS Ultra im Vergleich zu seinem Vorgänger noch einmal eine Neuerung, die positiv zum Dampferlebnis beiträgt.





