Norddampf Hammah im Test: Hybrid-Vape im Feuerzeuglook

Veröffentlicht am
23.8.2025
Aktualisiert am
19.7.2026
Von
René Knösel
Lesezeit:
5
Min.
Der HAMMAH ist ein kompakter Vaporizer, der im Alltag kaum auffällt und trotzdem einiges zu bieten hat: schnelles Aufheizen, einfache Bedienung und gleich zwei Glas-Mundstücke für unterschiedliche Dampf-Erlebnisse. Mit seinem dezenten Feuerzeug-Design und einem Preis unter 100 € positioniert er sich klar als praktischer Alltagsbegleiter für diskrete Sessions. Wir haben geprüft, ob er in Sachen Aroma und Leistung hält, was er verspricht.
Der Hammah im dezenten blau

Was du wissen musst: Norddampf HAMMAH

Bevor wir uns dem HAMMAH widmen, lohnt ein kurzer Blick auf die früheren Geräte von Norddampf. Der Norddampf RELICT überzeugte uns durch starke Dampfentwicklung trotz handlicher Größe, der Norddampf VOITY punktete mit einem sehr fairen Preis-Leistungs-Verhältnis. Der HAMMAH reiht sich als mittelpreisige Alternative in diese Linie ein und soll das Beste aus beiden Welten zusammenbringen: viel Leistung zu einem verhältnismäßig geringen Preis.

Der HAMMAH arbeitet mit einem Hybrid-Heizsystem, das Konduktion und Konvektion kombiniert. Dadurch wird das Kräutermaterial in der Heizkammer gleichmäßiger erhitzt, was für eine konstante und aromatische Dampfentwicklung sorgt. Im Inneren sitzt ein fest verbauter 1.600-mAh-Akku, der per USB-C geladen wird und in 1,5 bis 2 Stunden wieder einsatzbereit ist. Die Temperatur lässt sich in fünf Stufen von 180 bis 220 °C wählen, die Sessiondauer zwischen 3,5 und 4,5 Minuten festlegen.

Im Lieferumfang enthalten sind:

  • HAMMAH Vaporizer
  • USB-C-Ladekabel mit robuster Stoffummantelung
  • kurzes Glas-Mundstück
  • langes Glas-Mundstück mit abnehmbarer Kräuterkammer
  • kleine Reinigungsbürste
  • praktisches Stopfwerkzeug
  • Anleitung und Sticker
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Lieferumfang HAMMAH. Bildquelle: Krautvergleich

Besonders positiv fällt das Kabel auf: Statt billigem Gummi verwendet Norddampf ein widerstandsfähiges Gewebe, das täglichem Gebrauch problemlos standhält. Die beiden Mundstücke bringen zusätzliche Flexibilität. Das kurze Mundstück ist ideal für diskrete Züge unterwegs, das längere sorgt mit seiner abnehmbaren Kräuterkammer für angenehm kühlen Dampf, vor allem bei höheren Temperaturen ein klarer Vorteil.

Hier geht's direkt zum HAMMAH Vape

Dampfqualität – 4 von 5 Punkten

Besonders beeindruckend ist die Geschwindigkeit: Schon nach rund 23 Sekunden erreicht der HAMMAH die Betriebstemperatur. Ab 180 °C entsteht dichter und geschmackvoller Dampf, der Intensität und Sanftheit miteinander verbindet. Mit dem langen Glas-Mundstück bleibt der Dampf auch bei hohen Temperaturen spürbar kühler, was längere Sessions deutlich angenehmer macht. In unserem Test erwies sich die Vier-Minuten-Einstellung als besonders angenehm, da die Kräuter nicht zu heiß wurden und das Aroma intensiv erhalten blieb.

Einen Einfluss auf die Dampfqualität hat allerdings die Füllmenge. Norddampf gibt ein Volumen von 0,15 bis 0,2 Gramm an, wir fanden kleinere Mengen zwischen 0,05 und 0,1 Gramm ideal: Sie sitzen lockerer, verdampfen gleichmäßiger und halten den Zugwiderstand angenehm gering. Bei größeren Füllmengen mussten wir fester stopfen, was das Verdampfen leicht ungleichmäßig machte.

Dichter, aromatischer Dampf mit guter Kühlung über das lange Mundstück. Dass die Performance spürbar von der Füllmenge abhängt, kostet den fünften Punkt: 4 von 5.

Verarbeitung und Materialqualität – 4,5 von 5 Punkten

Während viele Mini-Vaporizer außen sehr heiß werden, bleibt der HAMMAH angenehm handwarm. Selbst bei aufeinanderfolgenden Sessions auf höchster Stufe (220 °C, zweimal 4:30 Minuten) war das Gehäuse problemlos in der Hand zu halten. Das ist technisch nicht einfach zu schaffen und aus unserer Sicht ein starker Pluspunkt für den Komfort.

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Auch abseits des Gehäuses wirkt der HAMMAH langfristig gedacht: Die beiden Glas-Mundstücke sind sauber verarbeitet, das stoffummantelte Ladekabel hebt sich wohltuend von der üblichen Beigabe ab, und mit Bürste und Stopfwerkzeug ist auch die Pflege von Anfang an mitgedacht.

Einen halben Punkt Abzug gibt es aus demselben Grund wie bei vielen Konkurrenten: Der Akku ist fest verbaut und lässt sich nicht austauschen. Ist er irgendwann durch, ist es das Gerät auch. Weil das der einzige Makel bleibt: 4,5 von 5 Punkten.

Bedienung und Alltagstauglichkeit – 4 von 5 Punkten

Die Bedienung ist bewusst einfach gehalten: Mit einem kurzen Klick lässt sich der Akkustand abfragen, fünf schnelle Klicks aktivieren das Gerät und starten den Aufheizvorgang, per Doppelklick wählt man zwischen den fünf Temperaturstufen. Eine klare Lösung, die Einsteiger:innen wie erfahrene Nutzer:innen anspricht. Am Beispiel der Temperaturregelung sieht man, wie der HAMMAH die Brücke zwischen VOITY und RELICT schlägt: Der VOITY bietet nur drei Stufen, beim RELICT lässt sich die Temperatur auf den Grad genau einstellen. Der HAMMAH liegt mit fünf voreingestellten Stufen in einem breiteren Spektrum dazwischen.

Das Befüllen ist unkompliziert: Man drückt die Kräuter direkt ins Mundstück oder zieht die Kammerseite des Mundstücks über das Mahlgut. Beim längeren Mundstück lässt sich der Steelpod zum Befüllen zudem abziehen. Auch die Sessiondauer ist flexibel und wird über das Gedrückthalten der Drucktaste zwischen 3,5 und 4,5 Minuten festgelegt. Praktisch sind die Vibrationsimpulse, die Start und Ende der Session anzeigen, sodass man unterwegs nicht ständig auf das Gerät schauen muss.

Im Alltag kamen wir mit einer Ladung auf etwa acht bis zehn Sessions, abhängig von Temperaturstufe und Dauer. Da der Akku fest verbaut ist, lässt er sich unterwegs nicht austauschen. Für lange Tage empfiehlt sich daher eine Powerbank. Vollständig geladen ist der HAMMAH per USB-C in 1,5 bis 2 Stunden.

Die Pflege ist einfach: Nach jeder Session reicht es, die Kammer kurz auszubürsten. Da das Glas-Mundstück schnell Rückstände zeigt, empfiehlt sich eine regelmäßige Reinigung. Am besten legt man es für 20 bis 30 Minuten in Isopropanol, spült es unter fließendem Wasser ab und lässt es trocknen. So bleibt der Dampf nachhaltig frisch und die Leistung konstant.

Schnell aufgeheizt, simpel gesteuert, leicht zu reinigen. Die eher lange Ladezeit und die Beschränkung auf feste Temperaturstufen kosten den fünften Punkt: 4 von 5.

Preis-Leistung: Wie schlägt sich der HAMMAH in seiner Preisklasse?

12,5 von 15 Punkten bei einem Marktpreis von 99 €: Damit landet der HAMMAH in der günstigen Preisklasse (bis 119 €) und liegt dort weit über der Schwelle zum „Sehr gut“ (ab 9 Punkten). Bei den Folgekosten bleibt er genügsam, Verschleißteile beschränken sich im Wesentlichen auf Siebe und die Glas-Mundstücke. Ein Kapselsystem, mit dem sich Sessions vorbereiten und genau dosieren lassen, bietet Norddampf für den HAMMAH allerdings nicht an. Gerade für Cannabis-Patient:innen, die auf eine genaue Dosierung angewiesen sind, wäre das eine sinnvolle Ergänzung gewesen.

Fazit – kompakter Begleiter mit großem Nutzen

Der Norddampf HAMMAH ist ein kleiner, aber leistungsstarker Vaporizer, der durch seine einfache Bedienung, schnelle Einsatzbereitschaft und überzeugende Dampfqualität punktet. Wer einen unauffälligen, zuverlässigen und fair bepreisten Alltags-Vape sucht, trifft hier eine gute Wahl. Besonders für diskrete Sessions unterwegs erweist er sich als unkomplizierter Begleiter, der wenig Wartung braucht und trotzdem solide Ergebnisse liefert.

Den HAMMAH Vaporizer gibt es für 99 €

Pro

  • Sehr schnelle Aufheizzeit (ca. 23 Sek. auf 180 °C)
  • Hybridheizung für intensives Aroma
  • Zwei Glas-Mundstücke für Flexibilität
  • Gehäuse bleibt auch bei 220 °C angenehm handwarm
  • Dezentes Design im Feuerzeuglook

Contra

  • Temperatur nur in festen Stufen einstellbar
  • Fest verbauter Akku, kein Wechsel möglich
  • Ladezeit mit 1,5 bis 2 Stunden eher lang
  • Gerüchte über ein umgelabeltes Weeecke-Modell (die Leistung bleibt davon unberührt)

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